- Aktualisiert am 10.10.18 -

Der Deutsche Hotelkongress trug in diesem Jahr den Titel “Hotellerie 4.0 - Globalisierung, Individualisierung und technischer Fortschritt”.

Als eines der Top-Jahresevents der Hotelbranche gab der Kongress eine gute Vorausschau auf die Trends der Hotellerie im Jahr 2018. Zum einen gewinnt die strategische Digitalisierung weiter an Bedeutung und zum anderen ist die Individualisierung ein wichtiger gesellschaftlicher Trend, auf den auch die Hotelbranche reagieren muss. Ruby CEO Michael Patrick Struck betonte beim Deutschen Hotelkongress die Vorteile, die die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen mit sich bringt: Prozesse werden optimiert, effizienter gestaltet und Mitarbeitern bleibt mehr Zeit für die eigentliche Gästebetreuung.

Digitalisierung als Geschäftsstrategie

Die Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand”, von techconsult im Auftrag der Telekom durchgeführt, hat die Digitalisierung in Hotellerie und Gastronomie untersucht. Der Studie nach arbeiten mittelständische Hotel- und Gastbetriebe mit Hochdruck an der Digitalisierung ihrer Prozesse. Der Trend geht dabei weg von der vereinzelten Einführung von neuen Technologien hin zur Verankerung der Digitalisierung in der Geschäftsstrategie. Die Zahl der Firmen, die die Digitalisierung fest in ihrer Geschäftsstrategie verankert haben, hat sich in 2017 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und lag bei knapp 32 Prozent. Die Digital Leaders, d.h. die Unternehmen, die bereits besonders weit mit der Digitalisierung vorangekommen sind, sind deutlich zufriedener mit ihren Unternehmenskennzahlen, wie z.B. Absatz und Umsatz, als die anderen Unternehmen der Branche.

Individualisierung & Guest Experience

W-LAN im Hotel wird von der Mehrheit der Reisenden heute standardmäßig vorausgesetzt. In 2018 wird der Trend weitergehen, hin zum Einsatz von Technologien, die die Guest Experience verbessern und individualisieren. Die Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand” kommt zu dem Ergebnis, dass Hotels mit ihren Digitaliserungsmaßnahmen die Customer Journey effizienter und kundenfreundlicher gestalten wollen. Durch vernetzte Systeme und Online-Angebote sei dies möglich, da durch deren Einsatz individueller betreut werden könne, die Kundenzufriedenheit verbessert und die Kundenbindung ausgebaut würde.

Den Mehrwert, den Hotels im Bereich Guest Experience bieten können, erläuterte Christian Saller (HV Holtzbrinck Ventures) bei einer Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Hotelkongress. Technologien, wie bspw. ein schneller und flexibler Mobile Check-In, so Saller, verbessern die Guest Experience für Geschäftsreisende und andere Gäste, die sehr früh morgens oder spät abends an- oder abreisen. Ein digitaler Mehrwertdienst, den die Ruby Hotels ihren Gästen bieten, sind die eigenen Ruby City-Guides. Über hoteleigene Handys oder Tablets sowie auf der Homepage sind die Guides für die Hotelgäste abrufbar. Auch der Ruby Blog erzählt Geschichten über die Hotels und liefert den Gästen wertvolle Tipps für Unternehmungen.

Fazit

Hotellerie 4.0. heißt genau genommen, dass die Digitalisierung selbst vom Trend zur Strategie wird. Wer die Digitalisierung in 2018 systematisch betreibt, anstatt nur einzelne Maßnahmen durchzuführen, wird erfolgreicher sein. Auf den gesamtgesellschaftlichen Trend der Individualisierung zu reagieren - mit Hilfe von Technologie und Digitalisierung - ist ein weiterer wichtiger Trend in 2018 und zugleich Schlüssel für eine verbesserte Guest Experience.

In unserem nächsten Teil der Serie “Trends für 2018” gehen wir noch tiefer auf die hier vorgestellten Themen “Digitalisierung als Geschäftsstrategie” und “Individualisierung” ein. Dazu werden im zweiten Blogbeitrag auch die damit verbundenen Trends für 2018 “Cloud Services” und “Künstliche Intelligenz” vorgestellt. 

Weitere Beiträge unserer Blogserie "Hotel Trends 2018": 

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Nora Heinz

Nora Heinz

Als Marketing Manager bei SuitePad ist Nora für den inhaltlichen Content verantwortlich. Nora recherchiert die wichtigsten Trends und Themen in der Hotellerie und berichtet darüber in unserem Blog und den sozialen Medien.

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