- Aktualisiert am 12.07.21 -

6 Fragen zu aktuellen Hotellerie-Themen an Simon Falkensteiner, Gründer und Geschäftsführer der RateBoard GmbH.

 

Simon Falkensteiner ist direkt im eigenen Hotel der Familie aufgewachsen und dadurch bestens mit den Bedürfnissen und Problemstellungen von Hoteliers vertraut. Schon während seines Studiums beschäftigte er sich besonders intensiv mit dem Thema Preismanagement in der Ferienhotellerie. Dieses Wissen nutzte er bereits während der Gründung von RateBoard im Jahr 2015.

1. Das Thema Digitalisierung ist mittlerweile auch in der Hotellerie angekommen - nicht zuletzt auch durch staatliche Hilfen wie die Überbrückungshilfe III in Deutschland. Aber was genau beinhaltet dieses Buzzwort deiner Meinung nach?

In meinen Augen beschreibt das Wort Digitalisierung einen gänzlichen Wandel von einer analogen Welt hin zur digitalen Gesellschaft — und das über alle Lebensbereiche hinweg. Dies betrifft die trivialsten Dinge wie z. B. den täglichen Blick auf die aktuellsten Nachrichten, das Prüfen von Öffnungszeiten oder den Ticketkauf für öffentliche Verkehrsmittel. Aber auch komplexere Themen wie z. B. Kryptowährungen, Robotik oder Artificial Intelligence (AI) rücken bereits immer stärker in den Mittelpunkt. Gerade in der zukünftigen Wirtschaft spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle. Es kommen immer mehr Produkte an den Markt, die Unternehmen dabei helfen Effizienz und Wirtschaftlichkeit klar zu steigern, dazu zählt auch RateBoard.

Für die Hotellerie bedeutet die Digitalisierung meiner Meinung nach eine Möglichkeit, den lästigen „Papierkram“ endlich loszuwerden, Prozesse zu automatisieren, die gewonnenen Daten zu nutzen, Arbeitserleichterungen zu schaffen und dem Gast gleichzeitig ein neues Aufenthaltserlebnis zu bieten. Gemeinsam mit der Globalisierung ist nun ein komplett anderer Markt erreichbar als es bis vor zehn Jahren der Fall war. Nichtsdestotrotz bringen Globalisierung und Digitalisierung natürlich auch einen stärkeren Wettbewerb und einen schnelllebigen Markt mit sich.

Aus diesen Gründen müssen sich Hotels sowohl auf Gästeseite als auch in Bezug auf die internen Prozesse intensiv mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen. Natürlich sollten in diesem Zusammenhang auch einige Punkte beachtet werden. Fakt ist definitiv, wer das Thema Digitalisierung ignoriert, wird auf Dauer nicht mehr wettbewerbsfähig sein.

2. Welche Vorteile bietet die Digitalisierung den Hotels und welche Rolle kann dort RateBoard spielen?

Wie bereits erwähnt, bringt die Digitalisierung gerade in der Hotellerie jede Menge Möglichkeiten mit sich. So spielt ein höherer Komfort für Gäste entlang der kompletten Customer Journey sicherlich eine große Rolle. Einfache Online-Buchbarkeit, kontaktloser Check-in, digitale Gästemappen wie SuitePad und individualisierte Post-Stay Nachrichten sind hierfür nur einige Beispiele.

Ebenso prominent ist das Thema Automatisierung und Verbesserung von internen Prozessen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sollten sich Mitarbeiter auf ihre essentiellen Aufgaben fokussieren können und sich beispielsweise nicht auch noch mit manuellen Zimmerplänen, händischen Meldezetteln oder statischen Preislisten auseinandersetzen müssen.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die Preisgestaltung des Hotels. Als europäischer Marktführer im Bereich Revenue Management in der Individualhotellerie, können wir von RateBoard die zunehmende Notwendigkeit von dynamischen Preisen direkt nachvollziehen. In einem Satz beschrieben, bedeutet Revenue Management simpel ausgedrückt: die Optimierung der Auslastung zur Steigerung des Gewinns, anhand der intelligenten Nutzung von Daten und dynamischen Preisen. Denn Fakt ist, neben der Auslastung ist der Preis der größte Umsatztreiber in der Hotellerie. Basiert die Strategie des Hotels jedoch lediglich auf der Maximierung der Auslastung durch Senkung des Preises, ist das Haus zwar voll, die Kosten-Nutzen Rechnung wird sich aber auf Dauer nicht ausgehen.

An diesem Punkt unterstützt RateBoard Hoteliers dabei, immer den optimalen Preis zu finden und diesen sofort auf den jeweiligen Vertriebskanälen zu publizieren. Dank des wissenschaftlich entwickelten Algorithmus und einer einfachen Benutzeroberfläche können Preise somit gezielt und effizient gesteuert werden. Alles in allem führt eine dynamische Preisstrategie mithilfe einer Revenue Management Software zu einem höheren Umsatz, einer optimierten Auslastung und somit zu einer Steigerung des Gewinns. Wer noch mehr Zeitersparnis und Automatismus wünscht, dem bietet RateBoard den intelligenten Autopiloten. Dieser übernimmt neue Preisvorschläge automatisch, übermittelt diese an das jeweilige Hotelprogramm und stellt sicher immer den optimalen Preis am Markt zu offerieren.

Aufgrund der unvorhersehbaren Nachfrage ist es für Hoteliers immer herausfordernder fundierte Entscheidungen zu treffen. Das Thema Big-Data greift hierbei unter die Arme. Seit jeher wurden Daten im Hotel erhoben — doch entweder aufgrund fehlender Digitalisierung oder Strukturierung meist nicht genutzt. Mithilfe von intelligenten Systemen werden die DSGVO-konform gesammelten Daten analysiert und so aufbereitet, dass sie für Entscheidungsträger im Hotel eine faktenbasierte Unterstützung darstellen. Auch RateBoard bietet seinen Nutzern hier eine Vielzahl an Möglichkeiten. So lässt sich auf einen Blick die aktuelle Performance des Hotels nachvollziehen oder aber detaillierte Auswertungen jeglicher KPIs analysieren.

Neben diesen genannten Punkten gibt es natürlich noch viele weitere Themen wie z. b. die Individualisierbarkeit der Customer Journey und die personalisierte Ansprache der Gäste, und vieles mehr.

3. Wieso sollten Hoteliers auf flexible Preise setzen?

Ich denke, die Antwort auf diese Frage ergibt sich für Hoteliers von selbst. Die Anpassung der statischen Preisliste hat in der Vergangenheit meist jährlich stattgefunden. Gerade in der Ferienhotellerie stellten hier Vorjahrespreise, Ferienzeiten aus den jeweiligen Zielgruppendestinationen, Feiertage sowie Events aus der Region die ausschlaggebenden Entscheidungsgrundlagen dar.

Durch das veränderte Buchungsverhalten (kürzere Buchungsfenster, sinkende Aufenthaltsdauern, etc.) oder auch internationale Zielgruppen lassen sich keine Saisonen im klassischen Sinne mehr definieren. Das Resultat: eine fehlende Entscheidungsgrundlage für die manuelle Erstellung statischer Preislisten.

4. Welche Stolpersteine siehst du auf dem Weg zu einer vollständig digitalisierten Customer Journey im Hotel?

Ich glaube, inwieweit die gesamte Customer Journey digitalisiert werden sollte, ist eine Frage der Branche und der genauen Zielgruppe des Hotels. In der Ferienhotellerie wird die Emotionalität und der persönliche Kontakt beispielsweise weiterhin eine wichtigere Rolle spielen als in der Stadthotellerie.

Der Mut, Prozesse zu verändern und alte Strukturen zu hinterfragen ist in diesem Bereich sicherlich ein ausschlaggebender Faktor. Die schnelle Weiterentwicklung der Technologien erfordert aktuelles Know-how. Um hier bestens unterstützt zu werden, ist die Zusammenarbeit mit starken Partnern eine gute Wahl.

Meist ist die hoteleigene Systemlandschaft über Jahre hinweg gewachsen. Auch hier sollten Strukturen von Zeit zu Zeit hinterfragt und modernisiert werden. Ein zentraler Aspekt ist sicherlich die nahtlose Integration von den unterschiedlichen Technologien im Hotel. Wir von RateBoard bieten z. B. über 50 Schnittstellen zu verschiedensten PMS und Channel Management Systemen.

5. Warum ist für Hoteliers genau jetzt die richtige Zeit, um in digitale Lösungen wie die von RateBoard oder SuitePad zu investieren?

Die Generation der Reisenden beinhaltet immer mehr „Digital Natives“, die mit dem Umgang von Technologien vertraut sind und auch im Urlaub großen Wert darauf legen. Viele Hoteliers haben die kurze Zwangspause durch die Corona-Pandemie bereits erfolgreich genutzt, um sich über neue technologische Möglichkeiten zu informieren und auch in diese zu investieren.

Wir hatten bereits vergangenen Sommer eine Studie bezüglich der Wirksamkeit von Revenue Management mit RateBoard durchgeführt. Diese hat eindeutig gezeigt, dass Hotels mit einer Revenue Management Software eine deutlich höheren RevPar erzielen konnten als jene ohne die Nutzung von RateBoard. In Zeiten von unvorhersehbaren Nachfragetrends ist eine schnelle Reaktion auf Veränderungen essentiell.

6. Wo siehst du Rateboard in fünf Jahren und wie werden Digitalisierung und neue Technologien zu der Zeit die Hotellerie beeinflussen?

Ich sehe RateBoard in fünf Jahren als internationalen Marktführer im Bereich Revenue Management für die Individualhotellerie. Speziell in der Ferienhotellerie braucht es individuelle Lösungen in Bezug auf Revenue Management. Genau hier sind wir von RateBoard die absoluten Profis. Unser oberstes Ziel ist und bleibt es weiterhin, Hotels dabei zu helfen den optimalen Preis zu finden und somit deren Wirtschaftlichkeit zu steigern.

Ich glaube, in fünf Jahren wird sich die Digitalisierung in allen Bereichen der Hotellerie durchgesetzt haben. Gerade in der Ferienhotellerie werden jedoch „echte“ Gastgeber immer eine essentielle Rolle spielen! Das Ziel wird es deshalb sein, operative Aufgaben zu automatisieren, Prozesse zu optimieren, um so möglichst viele Ressourcen für die Arbeit am Gast frei zu schöpfen.

Besuchen Sie die Website von RateBoard für mehr Informationen zu Revenue Management

- Veröffentlicht am 23. Juni 2021

ZUR WEBINARAUFZEICHNUNG „QUALITATIVE HOTELAUFENTHALTE – SO STEIGERN SIE DEN  WERT IHRES ANGEBOTS“
Philipp Wachenfeld

Philipp Wachenfeld

Philipp ist seit Anfang 2019 bei SuitePad und als Vice President verantwortlich für das Marketing des Unternehmens. Der gebürtige Berliner ist Diplom-Kaufmann und Experte für B2B- und SaaS-Marketing.

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